Sattenhausen

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„Dass im Jahre 1617 der Calvinismus im Amt Neuengleichen noch nicht durchgedrungen war, ersieht man daraus, dass am 8. Januar der Amtmann von Wittmarshof durch Glockenschlag die Bauern der drei Dörfer Sattenhausen, Mackenrode und Etzenborn in Sattenhausen zusammenbrachte und ihnen anzeigte, dass sie sich in Religionssachen ... nach dem Landgrafen von Hessen zu richten hätten.“ Mit diesen Worten beschreibt der Heimatschriftsteller Heinrich Lücke die Einführung des evangelisch-reformierten Bekenntnisses in Sattenhausen. Bereits 10 Jahre zuvor hatten die Pastoren von Sattenhausen und Etzenborn dieses Bekenntnis angenommen. Doch die Bevölkerung verhielt sich dieser neuen Konfession gegenüber ablehnend. So kamen „weder in Sattenhausen noch in Etzenborn die Leute zum Tisch des Herrn, wovon sie schon die Scheu vor den lutherischen Nachbarn zurückhielt“ (Heinrich Lücke).

 

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Heute leben lutherische und reformierte Christen gleichberechtigt zusammen in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Sattenhausen. Etwa 800 Menschen gehören zur Gemeinde. Gut die Hälfte von ihnen lebt im Dorf selbst. Den anderen Teil bilden verstreut lebende Reformierte in der Gemeinde Gleichen, der Samtgemeinde Radolfshausen sowie im Untereichsfeld.

Markant und von weitem sichtbar ist die Kirche mit ihrem runden Wehrturm. Dieser  wurde 1432 gebaut und war Teil einer größeren Wehranlage, die Mensch und Vieh Zuflucht und Schutz vor feindlichen Überfällen bot. Ein Teil der noch vorhandenen Ringmauer legt davon Zeugnis ab.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche 1695, als das Kirchenschiff im Stil des hessischen Barock erweitert wurde.

So ungewöhnlich und fast einzigartig für den hiesigen Raum der runde Wehrturm ist, so sind es im Innern der Kirche phantasievolle Ornamentmalereien an der Empore aus dem Jahr 1805. Der bunte Wechsel von Landschafts- und Blumenbildern mag gerade Reformierte verwirren. Doch es handelt sich um Malereien ohne jeglichen religiösen Hintergrund, die somit auch dem Bilderverbot nicht widersprechen.

In ihrer Wehrkirche versammelt sich die Gemeinde alle 14 Tage Sonntags um 9.30 Uhr zum Gottesdienst. Wir wollen uns aber hinter den dicken Wehrmauern nicht verschanzen, sondern als Gemeinde offen und einladend sein: So gestalten die Kinder des Kindergottesdienstes, die Konfirmandinnen und Konfirmanden oder andere Gruppen aus der Gemeinde Gottesdienste. Und oft nehmen auch die Gäste aus dem benachbarten Freizeitheim am Gottesdienst teil und bereichern so die Gemeinde. Das Freizeitheim mit seinen 31 Betten befindet sich direkt neben der Kirche im alten Pfarrhaus und wird seit einigen Jahren von der Kirchengemeinde geführt. Konfirmandengruppen, Schulklassen, Kindergärten sowie Chöre und Studierende sind regelmäßig in diesem einladenden Haus zu Gast. Auch die Gruppen der Gemeinde treffen sich hier – angefangen von den Kindern des Kindergottesdienstes bis hin zu den Seniorinnen.

Sie alle finden ihren Platz in dieser Gemeinde. Ganz so, wie ein schon etwas verwitterter Vogelstein an der östlichen Seite der Wehrbefestigung es bildhaft zum Ausdruck bringt: „Herr, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel“ (Ps 17,8).

 

Die Wehrkirche ist nur zu den Gottesdienstzeiten geöffnet. Wer die Kirche von innen besichtigen möchte, kann beim Küster Wolfgang Weppner (Tel.: 05508 / 8954) den Schlüssel bekommen.

 

Adresse:

Ev.-ref. Kirchengemeinde Sattenhausen

Stadtweg 1

37136 Mackenrode

Tel.: 05507 / 97 98 67

Fax: 05507 / 9 79 91 70

E-Mail: sattenhausen@reformiert.de

 

 

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